Über mich

Kathi Wogrolly

Client Logo
Client Logo
Ich konnte noch immer nicht fliegen!

Mit Yoga kam ich zum ersten Mal in Kontakt, als ich 12 Jahre alt war. Mein Papa kam von einer Dienstreise zurück und hatte ein Buch über Yoga mitgebracht… Ich war sofort fasziniert, am Cover war ein – wie ich heute weiß –  Sadhu – fast nackt und im Lotussitz. Irgendwie hat mich dieses Buch magisch angezogen und bald darauf wusste ich auch warum: darin standen Dinge, die an Magie und Zauberei grenzten. Sachen von Atemtechniken und Elevation (also fliegen!!!). Ich probierte es sofort aus und setze mich im Schneidersitz ruhig hin und begann mit Atemübungen und Meditation. Eigentlich der umgekehrte Weg, von dem wie es heute bei uns im Westen üblich ist, wo man eher mit Hatha Yoga, also dem Körperyoga anfängt… Nach ein paar Minuten gab ich enttäuscht auf, ich konnte noch immer nicht fliegen…

Persönliches und was mich antreibt

Ich habe ein sehr ausgeprägtes Helfergen. Ich helfe Menschen gerne und bin immer die erste die ‘Hier’ schreit, wenn es darum geht, sich für jemanden einzusetzen oder da zu sein. Mir ist Familie, eine gesunde Lebensweise und Gerechtigkeit wichtig. Alles Werte, die auch im Yoga Bedeutung haben. In meiner Familie gibt es bereits hauptsächlich Lehrer und Ärzte… Mein Papa, er war auch Lehrer, hat gesagt: du darfst alles werden, was du willst – nur bitte werde ja kein Lehrer! Du hast viel Verantwortung und Stress und wirst schlecht bezahlt. Er war sehr froh, als ich in der Werbung und den Medien untergekommen war… nicht lange, weil ich später dann doch noch Lehrerin wurde, halt Yogalehrerin. Er hatte doppelt recht, ich habe jetzt sehr viel Verantwortung – nicht nur für meine Schüler sondern auch für meine Mitarbeiter und naja, dass man als Yogalehrerin nicht reich wird, ist auch keine Überraschung.

Yoga wirkt! Das habe ich am eigenen Leib erfahren. Eine regelmäßige Yogapraxis wirkt sich insgesamt positiv auf das Wohlbefinden und die innere Balance aus, reduziert Stree und hilft der Gesundheit. Ich habe eine chronische Krankheit, die durch Yoga viel besser wurde, außerdem ist mein Immunsystem stärker denn je, trotz meiner drei Kinder bin ich kaum krank.

Ausbildung und Biografie

Mag. Katharina Wogrolly hat an der Universität Wien Publizistik, Psychologie und Theaterwissenschaften studiert und danach in mehreren Medienunternehmen bzw. Werbe- und Internetagenturen gearbeitet. Bis sie schließlich 2002 nach New York ging. Dort arbeitete sie im Business Development für eine Schweizer Firma und lernte auch Bikram Yoga kennen. Kurz darauf absolvierte sie die Ausbildung und eröffnete das Bikram Yoga College Vienna.

Sie ist eine Yogalehrerin mit mehr als 15 Jahren Erfahrung und vielen Aus- und Weiterbildungen im Bereich Körperarbeit und Yoga wie: Vinyasa und Hatha Yoga mit Jimmy Barkan, Bryan Kest, Sherie van den Wijngard oder Dev Kapil. Zahlreiche Workshops und Fortbildungen wie Faszienyoga, Kinderyoga, Schwangerenyoga, Yogatherapie, Reiki und Spiraldynamik runden ihre Expertise ab. Mit ihren Schülern arbeitet sie sowohl in Gruppen als auch in Einzelsitzungen. Sie unterrichtet im und leitet das Yoga College Vienna. Sie ist verheiratet und hat 3 Kinder.

kathi-mit-baby
kathi-5
kathi-4
kathi-1
kathi-mit-baby
kathi-5
kathi-4
kathi-1
Von der Uni zur Tageszeitung zum Radio und schließlich nach New York

Viele Jahre später, ich hatte gerade begonnen Medizin zu studieren, arbeitete nebenbei in zwei Jobs und war kein Kind von Traurigkeit wenn es um Partys ging – überkam mich das Gefühl, das ein wenig mehr Ruhe und Ausgeglichenheit in meinem Leben nicht schaden könnte. So suchte ich mir in meinem Fitness Center (damals gab es noch kaum Yogastudios in Wien und nur ein paar vereinzelte Yogalehrer)  eine Yogastunde. Ich kann mich noch genau an meine erste – außergewöhnliche – Yogalehrerin erinnern. Sie hatte einen langen Zopf, eine sehr laute Stimme und war wohl mehr Aerobic Trainerin, die sich ein Yogabuch reingezogen hatte. Dennoch: ich genoss die Stunden am Sonntagabend bei Kerzenschein. Später probierte ich dann Ashtanga Yoga, das für meinen Anfängerkörper mit sehr wenig Flexibilität einfach nicht der ideale Match war. Es mussten noch ein paar weitere Jahre vergehen, bis ich so richtig ins Yoga reingekippt bin…

Mittlerweile hatte ich mit Medizin doch wieder aufgehört (mir fehlte einfach das nötige Sitzfleisch wochenlang zu strebern, aber das Interesse für den menschlichen Körper und der Aspekt des Helfens sind mir geblieben) und mich auf der Hauptuni Wien für Kommunikation, Marketing und Psychologie eingeschrieben. Dieses Studium habe ich bald darauf auch abgeschlossen. Ich arbeitete immer noch viel nebenher: beim Standard, dem Austria Börsenbrief und auf jeder Messe, die ich bekommen konnte. Nachdem ich das Studium fertig hatte, begann ich in einer Werbeagentur – damals die Sensation: eine Internet Agentur. Aber nicht wie du dir das heute vorstellst, damals gab es noch weder Google, Youtube oder Facebook! So etwas wie ebay haben wir erst ‘erfunden’ – es hieß onetwosold und war das erste österreichische Online Auktionshaus. Ich hatte noch ein paar weitere Kunden zu betreuen wie die Vereinigten Bühnen oder Spar. Es war echt spannend hier das erste Mal so richtig Pionierarbeit leisten zu können und viele Unternehmen in ihren Bemühungen online zu gehen zu unterstützen. Es kam ein Wechsel zu Radio Energy in den Verkauf, wo ich meine Kreativität mit Kundenevents ausleben konnte. Doch dann hat es mich erwischt, also ein junger fescher Kärntner hat mich erwischt, sagen wir mal so. Er lebte in New York als Fotograf und ich – mit Herzerln in den Augen – gab meinen Job in Wien auf, vermietete meine Wohnung und folgte ihm in ein winzig kleines Apartment in Soho. Diese erste Zeit in New York war wohl eine der aufregendsten und inspirierendsten meines Lebens. G’scheiten Job hatte ich natürlich keinen, ohne Arbeitsgenehmigung und so… also arbeitete ich nachts  in einem französischen Hiplokal auf der Upper East Side und verbrachte meine Tage durch New York bummelnd oder in der Public Library, wo ich recherchierte um meine Doktorarbeit zu schreiben. Ich lernte über meinen Freund einen Mann kennen, der bei einem großen Plattenlabel arbeitete (da waren die Labels noch groß), er war – wie ich fand – schon relativ alt und sah aber unverschämt jung und gut aus. Außerdem war er besonders fröhlich und lustig… Als ich ihn fragte, wie er das mache war seine Antwort kurz und prägnant: Bikram Yoga. Ich hatte keine Ahnung was das ist, er erklärte es mir und wir vereinbarten, dass er mich bald mal mitnähme.

Erstes Mal Schwitzen wie verrückt und sofort hooked!

An meine erste Bikram Yoga Klasse erinnere ich mich auch noch sehr gut. Das war in einem kleinen versifften Studio Downtown Manhattan. Wir gingen einige Stufen hinunter in eine Art Keller und zogen uns in Mikro-Umkleiden um, über eine abenteuerliche Wendeltreppe mussten wir dann in einen winzigen, vollgestopften (Matte an Matte) Hotroom. An der Wand lehnten alte Spiegel aus einem Tanzstudio, die Wände waren schmutzig-grau und es gab ein Fenster, das aber nicht nach draußen führte sondern verhängt war und langsam drehte sich darin ein leicht desolater Ventilator… Ich kam mir vor wie in ‘Angel Heart’ und wartete nur auf Robert de Niro alias Louis Cyphre, der mir erklären würde, dass ich in der Hölle angekommen war!! Es war für mein Gefühl unmenschlich heiß und feucht und meine Brillengläser beschlugen sofort… Ich zwängte mich noch irgendwo dazu und es ging schon los. Wie ich durch diese ersten 90 Minuten gekommen bin – damals wurde noch ganz anders unterrichtet – kann ich nicht mehr genau sagen. Nur dass ich einige Male verwundert war, dass ich z.B. nicht auf einem Bein stehen konnte oder mich in gerader Linie zur Seite beugen… Die Lehrerin erklärte alles sehr genau und sagte quasi deppensicher, was zu tun war. Das hat mir getaugt. (Ich war gewohnt, nur Positionsnamen und sehr wenige Anweisungen entgegen zu nehmen von meiner Ashtanga und Fitness Center Yoga-Erfahrung) Ich konnte mein Hirn abschalten, da ich sowieso durch die Hitze und Aufregung nicht in der Lage war selber zu denken… Also ja – es war echt anstrengend und ich hatte noch nie zuvor etwas vergleichbares gemacht.

Das Gefühl nach der Klasse – es war einfach unbeschreiblich!! Ich lief wie auf Wolken, mir war warm und ich hatte einen rosa leuchtenden Glanz auf den Wangen! Ich war hooked, sofort… und gleich suchte ich mir ein Yogastudio, das ein wenig näher zu meiner Wohnung lag und bissl weniger grindig war… fündig wurde ich in unmittelbarer Nähe unseres Apartments direkt in Soho, allerdings der Yogaraum war winzig und mit stinkendem, feuchten Teppichboden. Es gab keine Duschen, dafür nur eine Umkleidekabine (eine kleine Box, wie im H&M wo schon 10 Jacken hingen) für alle… Also hohe Ansprüche hatte ich ja nicht, aber das war natürlich sehr spartanisch, halt yogisch hihi. Kein Vergleich zu unserem wunderschönen Yoga College mit haufenweise Duschen und viel Platz sowohl im Yogaraum als auch in der Garderobe. Egal… Mir war wichtig zu praktizieren, nicht in einem Spa zu sein.

Die Zeit und die Liebe vergingen… Aber ich blieb in New York, da ich einen super Job angenommen hatte für eine Schweizer Firma. Wieder machte ich Pionierarbeit – ich baute das New York Office auf und wir entwickelten so etwas wie Apps, aber zu einem Zeitpunkt, als es noch keine Smartphones gab. Die Technologie war noch eher dürftig und wir waren wohl zu früh dran. Wir entwickelten damals eine Art Shazam (Musikerkennung) allerdings gut 4 Jahre früher und somit zu früh…

Plötzlich Yogalehrerin

Nach einiger Zeit wollte ich dann doch wieder heim zu meiner Familie und meinen Freunden. Ich streckte meine Fühler aus und hatte bald ein super Jobangebot in Wien. Allerdings wollte ich nicht so mir nichts dir nichts heimwärts, und auf Anraten meiner Freundin Ali, meldete ich mich noch zur Bikram Yogalehrer-Ausbildung an. Irgendwie musste ich ja auch mein in New York sauer verdientes Geld ausgeben. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits 1,5 Jahre sehr intensiv (4-6 mal die Woche) praktiziert und auch eine 30 Day Challenge absolviert. Ich fragte den Studiobesitzer – Otto Cedeno – und er schrieb mir ein Empfehlungsschreiben! Juhuuu, ich konnte fahren… Damals, also Anfang der 2000er Jahre gab es in Europa noch kaum bzw sehr sehr wenige Yogastudios oder Yogalehrer und meine ganze Family war schwer dagegen und entrüstet, dass ich mein Studium ‘wegschmeiß’ um Yogalehrerin zu werden… oder mich vielleicht gar einer Sekte anzuschließen?? Aber so war es ja Gott sei Dank nicht. Meine Erfahrungen in der Bikram Yoga Ausbildung in Los Angeles im alten Bikram Yoga College Headquarter auf La Cienega sind eine eigene Geschichte wert und vielleicht schreibe ich mal einen Blog dazu.

Naja, und danach war mir alles klar: ein gescheites Bikram Yoga Studio gehört nach Wien!! Ich war bereit für noch mehr Pionierarbeit. Ich blieb nach der Ausbildung noch ein knappes Jahr in Los Angeles und sammelte dort in unterschiedlichen Yogastudios und dem Bikram Yoga Headquarter meine ersten Unterrichtserfahrungen. Ich bin auch heute noch unendlich dankbar für das Mentoring meiner Freundin und Lehrerin Paola Borgonovo. In ihrem Studio in Redondo Beach habe ich meine ersten Klassen unterrichtet.

tree-woman-wide